Cliparts im Unterricht – Wissen, Einsatz & praktische Tipps

Cliparts im Unterricht sind aus dem schulischen Alltag kaum wegzudenken. Sie begegnen uns auf Arbeitsblättern, in Präsentationen, auf Tafelbildern oder ganz klassisch als Gestaltungselement im Klassenraum. Richtig eingesetzt unterstützen sie nicht nur das Lernen, sondern tragen zu Struktur, Orientierung und einem angenehmen Lernumfeld bei.
In diesem Artikel geht es um Cliparts im Unterricht – darum, was sie sind, wofür sie sinnvoll eingesetzt werden können und worauf du aus didaktischer und technischer Sicht achten solltest. Dabei geht es nicht nur um Lerninhalte, sondern auch um Organisation, Gestaltung und das visuelle Wohlgefühl im Klassen- oder Fachraum.
Alle Beispiele und Tipps stammen direkt aus meiner Unterrichts- und Materialpraxis.
Was sind Cliparts?
Cliparts sind statische grafische Elemente, die im Unterricht zur Visualisierung, Gestaltung oder Unterstützung von Inhalten eingesetzt werden. Im Gegensatz zu GIF-Stickern enthalten sie keine Bewegung, sondern bestehen aus einzelnen Bildern oder Symbolen.
Gerade diese Ruhe macht Cliparts so vielseitig. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern begleiten Inhalte unauffällig – dort, wo sie Orientierung geben, Zusammenhänge verdeutlichen oder Materialien strukturieren sollen.
Im Unterricht nutze ich Cliparts ganz unterschiedlich:
Mal dienen sie dazu, Inhalte anschaulicher zu machen, etwa durch Symbole, Gegenstände oder einfache Darstellungen von Abläufen. In anderen Situationen helfen sie, Materialien zu gliedern – zum Beispiel als visuelle Marker, Icons oder kleine Orientierungshilfen bei Arbeitsaufträgen und Sozialformen.
Darüber hinaus können Cliparts ganz bewusst gestalterisch und dekorativ eingesetzt werden. Dieser Aspekt wird oft unterschätzt. Ein freundlich gestaltetes Arbeitsblatt, ein thematisch passendes Tafelbild oder ein liebevoll dekorierter Klassen- oder Fachraum tragen zu einer angenehmen Lernatmosphäre bei. Dieses visuelle Wohlgefühl wirkt sich häufig positiv auf Konzentration, Motivation und Arbeitsbereitschaft aus – auch dann, wenn das Clipart keine direkte inhaltliche Funktion erfüllt.
Infobox – Kurzüberblick
Cliparts können im Unterricht
– Inhalte visualisieren
– Materialien strukturieren
– Orientierung geben
– und bewusst zur Gestaltung beitragen
Sie sind damit keine reine Dekoration, sondern vielseitige Werkzeuge – je nach Ziel und Kontext.
Typische Einsatzorte für Cliparts sind vielfältig. Sie finden sich auf Arbeitsblättern und Kopiervorlagen ebenso wie in Präsentationen oder digitalen Tafelbildern. Auch auf Lernplattformen, in digitalen Materialien oder bei Aushängen, Fensterbildern und der Gestaltung von Fachräumen kommen sie regelmäßig zum Einsatz.
Cliparts sind damit flexible Begleiter im Unterrichtsalltag: Sie können Inhalte erklären, Strukturen sichtbar machenund zugleich Räume und Materialien ansprechend gestalten – abhängig vom Thema, vom Medium und vom eigenen Stil.
Warum Cliparts im Unterricht sinnvoll sind
Cliparts sind weit mehr als hübsche Ergänzungen. In meiner Unterrichtspraxis haben sie sich über Jahre als vielseitige Werkzeuge erwiesen – für Struktur, Verständnis, Atmosphäre und manchmal auch einfach für ein bisschen Leichtigkeit im Schulalltag.
Richtig eingesetzt unterstützen Cliparts sowohl didaktische Ziele als auch das Wohlgefühl im Lernraum. Entscheidend ist dabei nicht die Menge, sondern die bewusste Auswahl und Platzierung. Ein einzelnes, gut gewähltes Clipart kann oft mehr bewirken als viele dekorative Elemente ohne klare Funktion.
Aufmerksamkeit lenken & Orientierung geben
Visuelle Elemente helfen dabei, den Blick gezielt zu lenken. Ein kleines Clipart kann deutlich machen, wo begonnen wird, welche Aufgabe besonders wichtig ist oder worauf der Fokus liegen soll. Gerade im Unterricht, in dem viele Informationen gleichzeitig verarbeitet werden müssen, schaffen solche visuellen Hinweise Struktur und Klarheit.
Ich nutze Cliparts in diesem Zusammenhang häufig als stille Begleiter: auf Arbeitsblättern, in digitalen Lernpfaden oder in Präsentationen. Sie markieren Aufgabenformate, unterstützen die Orientierung und lockern Materialien auf, ohne zusätzlichen Erklärtext zu benötigen.
Besonders bei jüngeren Lerngruppen, aber auch in heterogenen Klassen, habe ich erlebt, dass diese visuelle Unterstützung Sicherheit gibt. Inhalte werden schneller erfasst, Arbeitsaufträge klarer verstanden und Übergänge im Unterricht leichter angenommen.

Infobox – Praxis aus dem Unterricht
Ein kleines Symbol am richtigen Platz kann oft mehr Orientierung geben als ein zusätzlicher Satz Erklärung.
Cliparts wirken hier nicht laut, sondern leise – und genau das macht sie im Unterricht so hilfreich.
Inhalte verständlicher machen
Viele Lerninhalte lassen sich leichter erfassen, wenn sie visuell unterstützt werden. Cliparts können abstrakte Begriffe greifbarer machen, Situationen veranschaulichen oder Zusammenhänge vereinfachen – gerade dann, wenn Worte allein nicht ausreichen.
In meinem Unterricht setze ich Cliparts zum Beispiel ein, um Fachbegriffe visuell zu begleiten, Abläufe oder typische Situationen darzustellen oder als Einstieg in neue Themen zu dienen. Ein passendes Bild kann dabei helfen, Vorwissen zu aktivieren und Gespräche anzustoßen, bevor überhaupt gelesen oder geschrieben wird.
Dabei gilt für mich eine klare Faustregel: Ein gut gewähltes Clipart kann Verständnis fördern – ein unpassendes oder überladenes dagegen eher verwirren. Weniger ist hier oft mehr.
Unterschiedliche Lernzugänge unterstützen
Nicht alle lernen gleich. Während einige Schülerinnen und Schüler Inhalte vor allem über Texte erschließen, profitieren andere deutlich von visuellen Impulsen. Cliparts sprechen insbesondere visuelle Lerntypen an und ergänzen schriftliche Informationen sinnvoll.
Ich habe im Unterricht häufig erlebt, dass sich Inhalte besser einprägen, wenn Text und Bild gemeinsam wirken. Manchmal reicht schon ein kleines Symbol neben einer Aufgabe, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und den Zugang zu erleichtern – ohne zusätzliche Erklärungen.
Gestaltung & Wohlgefühl im Klassen- und Fachraum

Cliparts dürfen – ganz bewusst – auch dekorativ eingesetzt werden. Ein ansprechend gestalteter Klassen- oder Fachraum wirkt nicht nur „schön“, sondern beeinflusst die Lernatmosphäre oft stärker, als man zunächst denkt. Materialien, Räume und visuelle Eindrücke prägen, wie sich Lernende im Unterricht fühlen.
Ich nutze Cliparts hier ganz gezielt, zum Beispiel:
für Fensterbilder
zur Gestaltung von Klassenzimmern
zur Gestaltung von Fachräumen
für saisonale oder thematische Akzente
Nicht alles muss funktional im engen didaktischen Sinne sein. Manchmal geht es einfach darum, eine Umgebung zu schaffen, in der sich Lernende wohlfühlen und gerne ankommen. Dieses visuelle Wohlgefühl wirkt häufig indirekt auf Motivation, Konzentration und Arbeitsbereitschaft zurück – ohne dass es laut oder erklärungsbedürftig sein muss.
Aus der Praxis:
Ich habe oft erlebt, dass schon kleine visuelle Veränderungen im Raum – etwa ein Fensterbild oder ein thematischer Akzent – die Stimmung spürbar verändern können. Nicht spektakulär, aber nachhaltig.
Entlastung im Unterrichtsalltag (realistisch betrachtet)
Ich liebe es, zur Entspannung selbst Cliparts zu zeichnen. Dieser kreative Prozess hat für mich etwas Beruhigendes und Fokussierendes. Für den Unterrichtsalltag bedeutet das allerdings nicht automatisch Zeitersparnis – im Gegenteil. Wer Cliparts selbst erstellt oder jedes Mal neu zusammensucht, investiert zunächst Zeit. Auch das Auswählen, Anpassen und Einfügen kostet Ressourcen, gerade im ohnehin vollen Schulalltag.
Zeitersparnis entsteht aus meiner Erfahrung vor allem dann, wenn man nicht alles selbst machen muss. Gut strukturierte, thematisch passende Clipart-Sets können hier entlasten. Plattformen wie Canva, Creative Fabrica oder auch Unterrichtsplattformen wie Eduki oder Teachers Pay Teachers bieten eine große Auswahl an Materialien, die ohne großen Vorbereitungsaufwand eingesetzt werden können.
Arbeiten mit Clipart-Sets:
Ich arbeite selbst gern mit vorbereiteten Sets, die visuell einheitlich sind und thematisch zusammenpassen. So lassen sich Arbeitsblätter, Tafelbilder oder Präsentationen deutlich schneller gestalten, als wenn jedes einzelne Element von Grund auf neu entstehen müsste.
Der eigentliche Vorteil liegt daher weniger im Clipart selbst, sondern darin, bewusst Ressourcen auszuwählen, die zum eigenen Unterrichtsstil und zum vorhandenen Zeitbudget passen.
Infobox – Ehrlicher Praxisblick
Cliparts sparen nicht automatisch Zeit.
Entlastung entsteht dann, wenn vorhandene Materialien sinnvoll ausgewählt und gezielt eingesetzt werden – nicht durch Perfektion, sondern durch Pragmatismus.
Cliparts im Unterricht einsetzen – Beispiele aus der Praxis
Cliparts lassen sich in vielen Unterrichtsmedien einsetzen – analog wie digital. Entscheidend ist dabei weniger die technische Möglichkeit als vielmehr die didaktische Absicht und der realistische Aufwand. Nicht jedes Medium profitiert in gleichem Maße von visuellen Elementen, und nicht jede Unterrichtssituation braucht zusätzliche Gestaltung.
Im Folgenden ordne ich typische Einsatzbereiche ein und zeige, wann Cliparts sinnvoll unterstützen – und wann Zurückhaltung oft die bessere Wahl ist.
Arbeitsblätter & Kopiervorlagen
Arbeitsblätter sind einer der häufigsten Einsatzorte für Cliparts. Hier können sie helfen, Materialien zu strukturieren, Inhalte visuell zu unterstützen oder Orientierung zu geben.
Besonders sinnvoll ist der Einsatz, wenn Cliparts Aufgabenformate markieren, Fachbegriffe begleiten oder Situationen und Gegenstände anschaulich machen. Gerade bei jüngeren Lerngruppen oder sprachsensiblen Materialien kann diese visuelle Unterstützung den Zugang erleichtern.
Weniger hilfreich wird es hingegen, wenn Cliparts lediglich „Lücken füllen“, vom eigentlichen Arbeitsauftrag ablenken oder sehr textlastige, prüfungsnahe Formate unnötig auflockern.
Aus meiner Erfahrung wirken Arbeitsblätter am besten, wenn Cliparts sparsam und gezielt eingesetzt werden – oft reichen ein oder zwei passende Elemente völlig aus.
Präsentationen & digitale Tafelbilder
In Präsentationen und an der digitalen Tafel entfalten Cliparts eine besondere Wirkung, da sie großflächig sichtbar sind. Hier können sie Inhalte begleiten, Gesprächsphasen strukturieren oder als visuelle Anker dienen.
Ich nutze Cliparts in Präsentationen bewusst unterstützend – nicht als Ersatz für Inhalte. Ein gut platziertes Bild kann helfen, Aufmerksamkeit zu bündeln oder einen Gedanken visuell zu verankern, vor allem in längeren Unterrichtsphasen.
Zurückhaltung ist allerdings angebracht, wenn unterschiedliche Stile kombiniert werden, Folien überladen wirken oder Bilder mehr Aufmerksamkeit bekommen als der eigentliche Lerninhalt.
Digitale Lernplattformen & Online-Materialien
In Lernplattformen wie Moodle, Logineo, OneNote oder in digitalen Selbstlernmaterialien (wie Eduki interactive oder Genially)
können Cliparts Orientierung und Übersicht schaffen. Kleine visuelle Hinweise helfen dabei, Abschnitte zu trennen, Aufgaben zu kennzeichnen oder Navigation zu erleichtern.
Gerade bei längeren Lernpfaden habe ich erlebt, dass solche visuellen Markierungen Materialien schneller erfassbar machen. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass Cliparts funktional bleiben. Steigende Ladezeiten, uneinheitliche Gestaltung oder rein dekorative Bilder ohne Mehrwert können den gegenteiligen Effekt haben.
Klassenraum, Fachraum & Fensterbilder
Cliparts lassen sich auch jenseits klassischer Unterrichtsmaterialien einsetzen – etwa zur Gestaltung von Klassen- oder Fachräumen. Hier steht weniger der Lerninhalt im Vordergrund als das Wohlgefühl im Raum.
Fensterbilder, thematische Akzente oder saisonale Gestaltung können Atmosphäre schaffen und zur positiven Stimmung beitragen. Ich erlebe immer wieder, dass eine ansprechend gestaltete Umgebung sich spürbar auf Motivation und Arbeitsbereitschaft auswirkt – auch wenn das nicht direkt messbar ist.
Gleichzeitig gilt auch hier: Gestaltung sollte nicht zusätzlichen Stress erzeugen. Wenn der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, ist Zurückhaltung oft die bessere Entscheidung.
Infobox – Weniger ist oft mehr
Cliparts entfalten ihre Wirkung vor allem dann, wenn sie bewusst und reduziert eingesetzt werden.
Vor dem Einsatz hilft eine einfache Frage:
Was soll dieses Clipart hier leisten – erklären, strukturieren oder Atmosphäre schaffen?
Wenn darauf keine klare Antwort folgt, ist es oft sinnvoll, darauf zu verzichten.
Praxisidee: Fensterbilder mit Cliparts (Quick-Tipp)
Nicht jede Unterrichtsidee muss perfekt geplant, stundenlang vorbereitet oder bis ins Detail durchdacht sein.
Gerade im Schulalltag, zwischen Unterricht, Korrekturen und allem, was sonst noch anfällt, darf es auch einfach, schnell und pragmatisch sein.
Ich schaue mir selbst unglaublich gern auf Social Media liebevoll gestaltete Klassenräume und Fensterdekorationen an – manche davon sind kleine Kunstwerke. Wenn du Zeit und Freude daran hast: wunderbar.
Wenn nicht, ist das völlig in Ordnung. Davon geht weder guter Unterricht noch die Welt unter.
Und manchmal reicht schon eine kleine visuelle Idee, um einen Raum freundlicher wirken zu lassen.
💡 Quick-Tipp: Fensterbilder mit Cliparts – in ca. 15 Minuten

So einfach geht’s:
- Drucke passende Cliparts auf *Transparentpapier
- Schneide sie aus (oder plotte sie, wenn du magst)
- Befestige sie mit etwas Tesa am Fenster
Fertig. Ohne Bastelmarathon. Ohne Perfektionsdruck.


🔄 Variationen für unterschiedliche Situationen
Unterschiedliche Größen:
Drucke ein Clipart mehrfach in verschiedenen Größen auf eine Seite – das wirkt lebendiger und spart Material.Mit Schülern:
Nutze schwarz-weiße Cliparts und lass die Kinder sie ausmalen. Das geht schnell und bindet sie aktiv ein.Ergänzen statt ersetzen:
Fensterbilder lassen sich bei Bedarf mit Kreidemarkern erweitern – zum Beispiel mit Begriffen, Symbolen oder kleinen Hinweisen.
⚠️ Kleiner Druck-Hinweis aus der Praxis
Wenn du mit dem Tintendrucker arbeitest:
Drucke die Seiten einzeln
Lass sie gut trocknen, bevor du sie weiterverarbeitest
Das erspart verschmierte Farben und unnötigen Frust.

🌿 Mein persönlicher Blick darauf
Für mich geht es bei solchen Ideen nicht um Perfektion, sondern um Wohlgefühl.
Ein bisschen Farbe, ein paar ruhige Formen, ein freundlicher Raum – das wirkt oft stärker, als man denkt. Und manchmal reicht genau das.
👉 Hinweis:
Wenn du fertige Cliparts suchst, die sich für solche schnellen Ideen eignen, findest du passende Sets z. B. auf Eduki oder anderen Unterrichtsplattformen.
→ Die weihnachtlichen Cliparts auf den Fotos findest Du hier.
Technisches Wissen zu Cliparts im Unterricht (Formate, Transparenz, Druck)
Damit Cliparts im Unterricht zuverlässig funktionieren, lohnt sich ein grundlegendes technisches Verständnis. Dabei geht es nicht um Design-Perfektion, sondern darum, das passende Format für den jeweiligen Einsatz zu wählen – egal ob digital oder analog.
Viele typische Probleme aus dem Unterrichtsalltag lassen sich so vermeiden: unscharfe Bilder, weiße Ränder, schlechte Druckergebnisse oder Cliparts, die auf dem Bildschirm gut aussehen, auf Papier aber kaum wirken.
Die wichtigsten Dateiformate: JPG und PNG
Im schulischen Kontext begegnen dir vor allem zwei Dateiformate: PNG und JPG. Beide haben ihre Berechtigung – entscheidend ist der Einsatzzweck.
PNG-Dateien unterstützen Transparenz. Das macht sie besonders geeignet für Arbeitsblätter, Präsentationen und digitale Tafelbilder, bei denen Cliparts ohne störenden Hintergrund platziert werden sollen. Ich greife fast immer zu PNG, wenn Cliparts flexibel eingesetzt werden sollen, vor allem bei farbigen Hintergründen oder in Präsentationen.
JPG-Dateien hingegen besitzen keine Transparenz, sind dafür aber meist deutlich kleiner in der Dateigröße. Sie eignen sich gut für Fotos, vollflächige Hintergründe oder reine Bildschirmdarstellungen. Gerade dann, wenn die Dateigröße begrenzt ist – etwa bei Lernplattformen oder beim Versand von Materialien – sind JPGs oft die pragmatischere Wahl.
Infobox – Praxisentscheidung aus dem Unterricht
Meine Faustregel:
Transparenter Hintergrund nötig → PNG
Hintergrund gehört zum Bild oder Dateigröße ist kritisch → JPG
Perfektion ist zweitrangig – wichtig ist, dass das Clipart im jeweiligen Medium gut funktioniert.
Transparenz: Wann sie sinnvoll ist – und wann nicht
Transparenz gehört zu den größten Vorteilen von Cliparts. Sie ermöglicht es, grafische Elemente flexibel auf unterschiedlichen Hintergründen einzusetzen – ohne weiße Kästen oder störende Ränder. Gerade im schulischen Kontext ist das ein echter Pluspunkt, weil Materialien oft mehrfach genutzt, angepasst oder kombiniert werden.
Aus meiner Praxis hat sich gezeigt: Transparente Cliparts sind besonders hilfreich bei Arbeitsblättern, Präsentationen, digitalen Tafelbildern oder Lernplattformen. Sie lassen sich problemlos in bestehende Layouts integrieren und wirken optisch ruhiger, weil sie sich dem Hintergrund anpassen. Auch für Fensterbilder auf Transparentpapier ist Transparenz ideal.
Gleichzeitig kann Transparenz aber auch Nachteile haben. Auf sehr dunklen oder unruhigen Hintergründen verlieren Cliparts schnell an Klarheit. Beim Drucken auf minderwertigem Papier oder bei niedriger Druckqualität können transparente Bereiche unsauber wirken oder Details verschwinden.
Mein persönlicher Tipp:
Bevor ein Material vervielfältigt wird, lohnt sich ein kurzer Testdruck. Wenn das Clipart nicht sauber wirkt oder visuell stört, lasse ich es lieber weg – oder greife zu einer vereinfachten Variante.
Cliparts für Bildschirm vs. Druck
Nicht jedes Clipart eignet sich gleichermaßen für digitale und analoge Medien. Während Bildschirme Farben und Details gut darstellen können, gelten beim Druck andere Regeln.
Für den Einsatz am Bildschirm funktionieren kräftige Farben, feine Linien und transparente Hintergründe meist problemlos. In Präsentationen, digitalen Tafelbildern oder Online-Materialien können Cliparts hier ihre volle Wirkung entfalten.
Beim Drucken dagegen haben sich aus meiner Erfahrung klare Formen und hohe Kontraste bewährt. Sehr filigrane Details gehen schnell verloren, vor allem bei Kopien oder Schwarz-Weiß-Drucken. Deshalb nutze ich für Arbeitsblätter und Kopiervorlagen häufig vereinfachte oder bewusst reduzierte Cliparts.
Besonders praktisch:
Schwarz-weiße Cliparts lassen sich nicht nur gut drucken, sondern können auch von Schülerinnen und Schülern ausgemalt werden. So werden sie selbst Teil des Lernprozesses.

Einheitlicher Stil sorgt für Ruhe
Ein Aspekt, der oft unterschätzt wird, ist der visuelle Stil. Unterschiedliche Clipart-Stile auf einem Arbeitsblatt oder in einer Präsentation können schnell unruhig wirken und vom Inhalt ablenken.
Ich versuche deshalb, innerhalb eines Materials möglichst bei einem Stil zu bleiben – sowohl bei Farben als auch bei Linienführung und Detailgrad. Statt viele verschiedene Cliparts zu sammeln, wähle ich gezielt einige wenige aus, die zueinander passen.
Das sorgt nicht nur für mehr Übersicht, sondern entlastet auch visuell – für Lernende genauso wie für mich selbst.
💡 Praxis-Hinweis:
Für meinen eigenen Unterricht greife ich oft auf vorbereitete Clipart-Sets zurück. Einige davon stelle ich auch auf Eduki zur Verfügung – so spare ich mir im Alltag Zeit bei der Materialgestaltung.
Zwischenfazit
Technisches Wissen zu Cliparts muss nicht kompliziert sein. Wer weiß,
- welches Format wann sinnvoll ist,
- wie Transparenz wirkt
- und worauf bei Druck und Bildschirm zu achten ist,
kann Cliparts gezielt, stressfrei und mit echtem Mehrwert einsetzen – ohne Frust und ohne unnötige Experimente.
Cliparts bewusst einsetzen – drei Fragen aus der Praxis
Bevor ich ein Clipart einsetze, stelle ich mir drei einfache Fragen:
Was soll dieses Clipart hier leisten?
Hilft es beim Verstehen, bei der Orientierung – oder beim Wohlgefühl?
Und würde der Inhalt auch ohne dieses Bild funktionieren?
Wenn ich mindestens eine dieser Fragen klar mit Ja beantworten kann, setze ich das Clipart ein.
Wenn nicht, lasse ich es bewusst weg.
Wo finde ich passende Cliparts für den Unterricht?
Gute Cliparts zu finden, ist oft weniger eine Frage der Technik als der Auswahl. Entscheidend ist, wo man sucht – und mit welchem Anspruch. Nicht jede Plattform passt zu jedem Unterrichtsstil oder Zeitbudget.
Aus meiner Praxis haben sich drei Wege bewährt: fertige Unterrichtsplattformen, Design-Plattformen und gezielt kuratierte Clipart-Sammlungen.
Unterrichtsplattformen (praxisnah & direkt einsetzbar)
Plattformen wie Eduki oder Teachers Pay Teachers bieten Cliparts, die speziell für den Unterricht erstellt wurden. Viele Sets sind thematisch sortiert, didaktisch durchdacht und auf schulische Materialien abgestimmt.
Ich nutze solche Cliparts besonders gern, wenn:
Materialien schnell einsatzbereit sein sollen
ein einheitlicher Stil für mehrere Arbeitsblätter gebraucht wird
wenig Zeit für Gestaltung bleibt
👉 Vorteil: wenig Anpassungsaufwand, klare Unterrichtstauglichkeit.
Design-Plattformen (flexibel & kreativ)
Plattformen wie Canva oder *Creative Fabrica bieten eine große Auswahl an Cliparts und grafischen Elementen. Insbesondere steht hier die gestalterische Freiheit im Vordergrund.
Diese nutze ich vor allem:
für Präsentationen
für dekorative Elemente (z. B. Klassenraum, Fensterbilder)
wenn ich visuell experimentieren möchte
Wichtig ist hier, die Lizenzbedingungen im Blick zu behalten – vor allem bei Materialien, die weitergegeben oder verkauft werden.
Eigene Cliparts & bewusste Auswahl
Manchmal entstehen die besten Cliparts im eigenen Unterrichtskontext – sei es durch eigene Zeichnungen oder durch sehr gezielte Auswahl einzelner Symbole.
Daher habe ich für mich gelernt:
Ein kleines, passendes Clipart aus einem gut sortierten Set ist oft hilfreicher als zehn hübsche Bilder ohne klaren Zweck.
Weniger sammeln, bewusster auswählen – das spart langfristig Zeit und sorgt für Ruhe im Material.
Meine selbst erstellten Cliparts
Wenn du nach fertigen Cliparts suchst, die speziell für den Unterricht gedacht sind, findest du auch eine Auswahl meiner eigenen Clipart-Sets auf Eduki.
Diese nutze ich selbst in meinen Materialien – vor allem dann, wenn es schnell gehen soll und ein einheitlicher Stil gefragt ist.
Lizenzen & Nutzungsrechte bei Cliparts – kurz erklärt
Beim Einsatz von Cliparts im Unterricht spielt nicht nur die Gestaltung eine Rolle, sondern auch die Frage: Darf ich dieses Bild überhaupt so verwenden, wie ich es vorhabe?
Gerade im schulischen Kontext ist das Thema meist unkomplizierter, als es auf den ersten Blick wirkt – wenn man ein paar Grundregeln kennt.
Nutzung im Unterricht: meist unproblematisch
Für den reinen Unterrichtseinsatz (Arbeitsblätter, Präsentationen, Tafelbilder, Lernplattformen) sind Cliparts in der Regel problemlos nutzbar, wenn sie aus seriösen Quellen stammen und die Lizenzbedingungen eingehalten werden.
Typische erlaubte Nutzungen sind:
Einsatz auf Arbeitsblättern und Kopiervorlagen
Nutzung in Präsentationen und digitalen Tafelbildern
Einbindung in Lernplattformen (z. B. Moodle, Logineo, OneNote)
Nutzung im Klassen- oder Fachraum (Aushänge, Fensterbilder)
Vorsicht bei Weitergabe & Veröffentlichung
Sobald Materialien weitergegeben oder veröffentlicht werden, wird das Thema Lizenz wichtiger. Dazu zählen zum Beispiel:
Uploads auf Schulwebseiten
Weitergabe an Kollegen außerhalb der eigenen Schule
Verkauf oder Verschenken von Unterrichtsmaterialien
Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Lizenz:
Darf das Clipart weitergegeben werden?
Ist eine kommerzielle Nutzung erlaubt?
Muss der Urheber genannt werden?
Plattformen im Vergleich – worauf ich achte
Aus meiner Praxis haben sich folgende Faustregeln bewährt:
Unterrichtsplattformen wie Eduki oder Teachers Pay Teachers
→ Cliparts sind meist ausdrücklich für schulische Materialien gedacht.
→ Die Lizenzbedingungen sind klar formuliert und praxisnah, müssen aber beachtet werden.Design-Plattformen wie Canva oder Creative Fabrica
→ Sehr vielseitig, aber mit unterschiedlichen Lizenzmodellen. Wichtig: Wenn man Canva kommerziell verwendet, reicht der kostenlose Education-Account nicht aus. (mehr Infos zu Canva findest Du →hier)
→ Besonders wichtig, wenn Materialien weitergegeben oder verkauft werden sollen.
→ Die Cliparts von *Creative Fabrica lassen sich in der Regel ohne Probleme auch kommerziell verwenden.Eigene Cliparts
→ Volle Freiheit bei Nutzung, Anpassung und Weitergabe.
→ Gerade für wiederkehrende Materialien ein großer Vorteil.
Mein persönlicher Umgang mit Lizenzen
Ich entscheide meist pragmatisch:
Für Materialien, die ich nur im eigenen Unterricht nutze, wähle ich Cliparts aus sicheren Plattformen und halte mich an die Grundregeln.
Für Materialien, die veröffentlicht oder verkauft werden, prüfe ich die Lizenz sehr genau – oder arbeite mit eigenen, oft selbst gezeichneten Cliparts.
Das spart Zeit, gibt Sicherheit und verhindert unnötigen Stress.
Cliparts bewusst einsetzen – nicht perfekt, sondern passend
Cliparts müssen weder perfekt noch aufwendig sein, um im Unterricht zu wirken. Oft reicht ein kleines, gut gewähltes visuelles Element, um Struktur zu schaffen, Inhalte zugänglicher zu machen oder dem Lernraum eine angenehme Atmosphäre zu geben.
Aus meiner Erfahrung geht es weniger darum, alles visuell zu gestalten, sondern darum, gezielt zu entscheiden, wann ein Clipart unterstützt – und wann Zurückhaltung sinnvoller ist. Wenn Cliparts bewusst eingesetzt werden, können sie den Unterricht erleichtern, verschönern und manchmal einfach ein kleines Lächeln auslösen.
FAQs – Cliparts im Unterricht
Was ist der Unterschied zwischen Cliparts und GIF-Stickern?
Cliparts sind statische Bilder (z. B. Symbole, Gegenstände oder Figuren), während GIF-Sticker animiert sind.
Im Unterricht eignen sich Cliparts besonders für Arbeitsblätter, Ausdrucke, Tafelbilder und Raumgestaltung. GIF-Sticker nutze ich vor allem digital – z. B. in Präsentationen, Lernplattformen oder zur Motivation.
Wann sind Cliparts im Unterricht sinnvoll?
Cliparts sind sinnvoll, wenn sie einen Zweck erfüllen:
Sie können Inhalte veranschaulichen, Materialien strukturieren, Orientierung geben oder bewusst zur Gestaltung beitragen. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die gezielte Auswahl.
Können Cliparts auch nur zur Dekoration genutzt werden?
Ja – ganz bewusst.
Dekoration ist kein Selbstzweck, sondern kann das Wohlgefühl im Klassen- oder Fachraum unterstützen. Eine angenehme Lernumgebung wirkt sich oft positiv auf Motivation und Konzentration aus, auch wenn ein Clipart keine direkte inhaltliche Funktion hat.
Welche Clipart-Formate eignen sich für den Unterricht?
Am häufigsten nutze ich:
PNG → ideal für Arbeitsblätter, Präsentationen und Tafelbilder (wegen Transparenz)
JPG → sinnvoll für Fotos, Hintergründe oder wenn die Dateigröße begrenzt sein muss
Für Ausdrucke greife ich gern auf vereinfachte oder schwarz-weiße Cliparts zurück.
Sind Cliparts für Druck und Bildschirm gleich geeignet?
Nicht immer.
Für den Bildschirm funktionieren kräftige Farben und feine Details gut.
Für den Druck sind klare Formen, Kontraste und einfache Linien oft besser geeignet. Ich empfehle, neue Cliparts vor dem Einsatz kurz testweise auszudrucken.
Sparen Cliparts im Unterricht wirklich Zeit?
Nicht automatisch.
Zeitersparnis entsteht vor allem dann, wenn du auf fertige, gut strukturierte Clipart-Sets zurückgreifst, statt alles selbst zu erstellen. Einheitliche Sets erleichtern die Gestaltung von Materialien enorm – besonders in stressigen Phasen.
Wo finde ich passende Cliparts für den Unterricht?
Geeignete Cliparts findest du zum Beispiel bei:
Unterrichtsplattformen wie Eduki oder Teachers Pay Teachers
Designplattformen wie Canva oder *Creative Fabrica
spezialisierten Lehrkräfte-Shops
Wichtig ist, auf Nutzungsrechte und Lizenzen zu achten – besonders bei kommerzieller Nutzung.
Darf ich Cliparts frei im Unterricht verwenden?
Das hängt von der Lizenz ab.
Viele Cliparts dürfen im Unterricht genutzt werden, aber nicht alle dürfen weitergegeben, verkauft oder öffentlich geteilt werden. Ein kurzer Blick in die Lizenzbedingungen erspart späteren Ärger.
Wie viele Cliparts sind „zu viele“?
Eine gute Faustregel aus meiner Praxis:
Ein Clipart mit klarer Funktion ist besser als fünf ohne Zweck.
Wenn du dir nicht sicher bist, was ein Clipart leisten soll, ist Weglassen oft die bessere Entscheidung.